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Lage in Fukushima 1 schlimmer als gedacht

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Lage in Fukushima 1 schlimmer als gedacht

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Die Lage im Reaktor 1 des havarierten japanischen Kernkraftwerk Fukushima 1 ist ernster als bislang angenommen. Der Kühlwasserstand ist so niedrig, dass unter normalen Bedingungen die Brennstäbe nicht mehr bedeckt sind.

Die Betreibergesellschaft geht von einem Leck im Druckbehälter aus: “Die Kernbrennstäbe sind zerbröselt und die Uranpellets befinden sich auf dem Boden. Der Brennstoff ist geschmolzen, hat seine ursprüngliche Form verloren und nach unten gefallen”, beschreibt Tepco-Generalmanager Junichi Matsumoto die Lage.

Die Temperatur des Druckkessels sei mit 100 bis 120 Grad aber relativ niedrig. Dies zeige, dass die Kühlung durch eingepumptes Meerwasser funktioniere. Auch aus Reaktorblock 3 ist radioaktiv verstrahltes Wasser ausgetreten. Im Meerwasser wurde der zulässigen Grenzwert um das 32.000-Fache übertroffen. Das Leck sei inzwischen geschlossen worden.

Bewohner aus der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte AKW durften erneut kurzzeitig in ihre Häuser zurück, um persönliche Dinge zu holen.Anschließend mussten sie sich und ihre Habseligkeiten auf mögliche radioaktive Belastung testen lassen.