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Flüchtlingsstrom aus Afrika reißt nicht ab

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Flüchtlingsstrom aus Afrika reißt nicht ab

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Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind am Morgen erneut Flüchtlinge angelandet. Ein Boot mit 166 Menschen an Bord – allesamt offenbar aus dem subsaharischen Afrika – erreichte das nur 20 Quadratkilometer große Eiland. Und das sind noch nicht alle: Die Behörden rechnen damit, dass im Laufe des Tages weitere 1000 Flüchtlinge die Insel erreichen.

Im Meer befänden sich demnach noch fünf völlig überladene Boote mit Flüchtlingen. Über deren Nationalität ist noch nichts bekannt.

Viele dürften aber erneut aus dem kriegsgebeutelten Libyen kommen – der Strom tunesischer Flüchtlinge hingegen riss nach einem Abschiebe-Abkommen zwischen Italien und Tunesien Anfang April ab.

Seit Beginn der Revolutionen in Nordafrika haben rund 30 000 Menschen Lampedusa erreicht – mindestens 16 Flüchtlinge kamen bei der riskanten Reise um. Von Lampedusa aus werden sie von den italienischen Behörden in Auffanglager auf dem Festland gebracht. Die Insel mit ihren 5000 Einwohnern gilt vielen Afrikanern als “Tor zu Europa”, da sie von hier aus leichter in die Schengenländer gelangen können.