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Japans Regierung hilft Tepco aus der Patsche


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Japans Regierung hilft Tepco aus der Patsche

Die japanische Regierung will den Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima finanziell unterstützen. Eine staatliche Finanzierungsgesellschaft soll umgerechnet 43 Milliarden Euro auf dem Kapitalmarkt aufnehmen und damit die Opfer der Atomkatastrophe entschädigen und den Betreiber Tepco vor dem Bankrott bewahren.

“Es ist wichtig, die Stabilität der Energieversorgung aufrechtzuerhalten und genügend Geld für die Opfer zu haben, aber den Kapitalmarkt nicht zu stark zu beeinträchtigen”, meint Shinichi Ichikawa, Director of Equity Research bei – Credit Suisse in Tokio.

Dass die Regierung die Banken aufforderte Tepco Schulden zu erlassen, ließ die Aktien einiger Institute abstürzen. Zu den am schwersten betroffenen Wirtschaftszweigen gehört die Fischerei. Die Fischer in Kesennuma, einst einer der größten Fischereihäfen Japans, erwarten nicht viel. Selbst die für August geplante Wiedereröffnung des Hafens steht in den Sternen: “Wir fühlen uns im Stich gelassen. Wir haben finanzielle Probleme und an die Entschädigungsversprechen glauben wir nicht”, sagt Fischer Wataru Satou. Und der Manager des Fischmarktes meint: “Unser größtes Problem ist die Atomkatastrophe. Wir können keinen Fisch exportieren. Die Regierung muss uns helfen”, fordert Masato Onadera.

Viele Fischerboote hat der Tsunami aufs Land geworfen. Früher fing man vor der Nordostküste Japans im Jahr mehr als 1,3 Millionen Tonnen Fisch im Wert von rund 35 Milliarden Euro.

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