Eilmeldung

Eilmeldung

Pakistan: Viele Tote bei Selbstmordanschlägen auf Grenzschutz-Rekruten

Sie lesen gerade:

Pakistan: Viele Tote bei Selbstmordanschlägen auf Grenzschutz-Rekruten

Schriftgrösse Aa Aa

Mindestens achtzig Menschen sind bei dem zweifachen Selbstmordanschlag im Nordwesten von Pakistan getötet worden. Die meisten der Opfer waren Rekruten einer Art Grenzpolizei.

Zu dem Anschlag bekannten sich die pakistanischen Taliban. Ein Sprecher gab sie als Rache für den Tod

von Osama bin Laden aus. Ob sie ohne bin Ladens Tod auf den Anschlag verzichtet hätten, sagte er nicht.

Viele Rekruten waren gerade vor ihrer Kaserne in Charsadda, weil sie einen Urlaub antreten wollten. Ein Motorradfahrer zündete dort einen Sprengsatz; wenig später – als schon Rettungskräfte vor Ort waren – folgte ein zweiter.

Der Unmut nach bin Ladens Tötung ist bei vielen Pakistanern groß – vor allem, weil dazu amerikanische Soldaten ohne Absprache in pakistanisches Staatsgebiet eindrangen.

In der Stadt Lahore versammelten sich Anwälte zu einem Protest. So ein Einsatz sei gegen jegliches Recht, sagt einer von ihnen; die USA und andere Länder müssten darauf verzichten.

Außerdem beteten die Juristen für den Al-Kaida-Anführer, der vor knapp zwei Wochen von amerikanischen Elitesoldaten in seinem Haus in Pakistan getötet worden war.