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Schleichgang und Überholspur

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Schleichgang und Überholspur

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Die einen wachsen ordentlich, andere schrumpfen – die 17 Volkswirtschaften der Eurozone bieten 2011 die ganze Bandbreite. Im Schnitt bestätigt die EU-Kommission ihre bisherige Wachstumsprognose von 1,6 Prozent. Die weiteren Aussichten: rosig, mit 1,8 Prozent für das kommende Jahr. Bei der Inflation legt sie fast einen halben Prozentpunkt drauf – und erwartet jetzt 2,6 Prozent Teuerung, vor allem wegen steigender Rohstoffpreise.

Im ersten Quartal dampfte die Konjunkturlokomotive Deutschland mit 1,5 % Wachstum voran, gefolgt von Frankreich. Bremser ist nicht etwa Griechenland – es liegt mit plus 0,8 % genau im Durchschnitt – sondern Portugal mit 0,7 Prozent – Minus.

In Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Euroraum, erwartet die EU-Kommission 2,6 Prozent Wachstum im laufenden Jahr und 1,9 Prozent im kommenden Jahr. Wachstumstreiber war vor allem die Binnenwirtschaft: Besonders dynamisch stiegen die Investitionen von Industrie und Baubranche, aber auch der Konsum. Auch die Exporte legten zu.

Die Unterschiede zwischen Schleichgang und Überholspur in Europa bleiben – mit Arbeitslosenquoten zwischen vier Prozent wie in Österreich und um die 20 Prozent in Spanien und den baltischen Staaten.

Gasgeben oder bremsen ? Angesichts der Preissteigerung erwarten Analysten weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank.

Leicht angebremst hat sie ja schon.