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Serben in Bosnien-Herzegowina verzichten auf umstrittenes Referendum

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Serben in Bosnien-Herzegowina verzichten auf umstrittenes Referendum

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Die Serben in Bosnien-Herzegowina verzichten vorerst auf ein umstrittenes Referendum. Bei dieser Volksabstimmung sollte es nächsten Monat unter anderem darum gehen, ob Staatsanwaltschaft und Oberstes Gericht Bosniens weiter auch für die Serben dort zuständig sein sollten. Eine breite Zustimmung wäre sicher gewesen.
 
Das galt Beobachtern jedoch als Gefahr für die Einheit des Landes, das seine drei Volksgruppen nur mühsam zusammenhalten kann. Vor allem die Bosnier, die eine Hälfte des Landes bilden, fühlen sich von den gemeinsamen Institutionen nicht vertreten und streben immer wieder von der anderen
Hälfte weg: Dort leben Moslems und Kroaten in einer Föderation zusammen.
 
Bei der Abstimmung sollte es auch um die Rolle von
Valentin Inzko gehen, dem österreichischen Diplomaten, der für die internationale Gemeinschaft eine Art “Aufseher“ in Bosnien ist. Er hat weitreichende Vollmachten: So hätte er zum Beispiel ohne die jetzige Einigung das Referendum der Serben untersagt. Die Serben wollten ihm einen Großteil seiner Macht entziehen.