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Trauer und Verzweiflung in Spanien

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Trauer und Verzweiflung in Spanien

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Nach dem schweren Erdbeben in der Region Murcia stehen die Menschen noch immer unter Schock. Die neun Toten werden am Freitag im Rahmen einer feierlichen Zeremonie zu Grabe getragen. In der ganzen Region wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet, Schulen blieben geschlossen, mit Gottesdiensten und Schweigeminuten wird in ganz Spanien der Opfer gedacht.

Mehr als 20.000 Menschen mussten die Nacht im Freien verbringen. Das Beben mit der Stärke 5,2 war eines der stärksten in der Geschichte Spaniens. Die Stadtverwaltung ließ Zelte und mehrere Feldlazarette errichten, denn auch die Krankenhäuser in der Region mussten geräumt werden. In der am stärksten getroffenen Stadt Lorca wurden rund 80 Prozent der Gebäude beschädigt.

Spaniens Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba reiste nach Lorca, um sich einen Eindruck von den Schäden zu verschaffen und mit Überlebenden zu sprechen. Die Regierung in Madrid versprach rasche Hilfe.

Rund 1.200 Soldaten, Polizisten und Zivilschützer sind mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Der spanische Geologenverband hat unterdessen erklärt, die Schäden seien deshalb so groß, da vielfach die Vorschriften für erdbebensicheres Bauen nicht beachtet worden seien.