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Nato sieht "viel Bewegung" im Westen Libyens

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Nato sieht "viel Bewegung" im Westen Libyens

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Im Westen Libyens wird weniger auf Zivilisten geschossen – das zumindest ist der Eindruck der Nato. Rund um die wochenlang belagerte Stadt Misrata gebe es “viel Bewegung”, so der britische Oberstleutnant Mike Bracken, Sprecher des internationalen Militäreinsatzes in Libyen.
 
Dort haben die Aufständischen nach eigenen Angaben in einem strategisch wichtigen Gebirgszug mehrere Angriffe der Gaddafi-Truppen zurückgeschlagen.
 
Von den Anhöhen des Nafusa-Gebirges kontrollieren die Aufständischen die darunter liegenden Ebenen. Der Nafusa-Gebirgszug erstreckt sich parallel zur Mittelmeerküste auf einer Länge von etwa 250 Kilometern von der tunesischen Grenze bis südlich von Tripolis.
 
In Misrata schalten die Aufständischen von Verteidigung auf Angriff um.
 
 
Alberto Arce, euronews-Reporter:
 
“Im Moment sind wir in Tamina, an der Ostfront der Stadt, die die Hafeneinfahrt schützt.
Das hier ist die Miliz des Halbush-Clans. Alle Männer sind einsatzbereit, um in ihren Fahrzeugen in die Offensive zu gehen. “
 
Von Misrata aus dringen die Rebellenkräfte jetzt in die Umgebung vor, um gegen Raketenbasen vorzugehen. Seit wenigen Tagen ist das Flughafengelände am Südrand der Stadt unter ihrer Kontrolle. Sogar von einem Vorstoß in Richtung des rund 200 Kilometer entfernten Tripolis ist die Rede.
 
Dort beschießt die Nato weiter militärische Ziele des Machtapparats von Muammar al-Gaddafi.
  
Gaddafi dementierte indes Gerüchte, wonach er bei einem der letzten Nato-Angriffe verletzt worden sei. In einer Audio-Botschaft im Staatsfernsehen  sagte er: “Ich lebe an einem Ort,da könnt ihr mich nicht treffen und töten: in den Herzen von Millionen Libyern.”
 
Italiens Außenminister Franco Frattini hatte vermutet, Gaddafi sei möglicherweise nicht mehr in Tripolis und verletzt.
 
In der Nähe von Brega, Richtung Osten, hat die Nato einen Kommandobunker angegriffen. Berichte über 16 tot muslimische Prediger könne man nicht bestätigen, hieß es. “Wir bedauern den Verlust von unschuldigen Menschenleben wo immer er eintritt.“