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Sechs Tote bei Protesten in Syrien

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Sechs Tote bei Protesten in Syrien

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Bei Massendemonstrationen gegen die Regierung haben syrische Sicherheitsorgane mindestens sechs Personen erschossen. Nach den Freitagsgebeten waren in zahlreichen syrischen Städten wieder die Menschen zu tausenden auf die Straße gegangen. Angesichts der anhaltenden Proteste sicherte die Regierung der Opposition nun einen “Nationalen Dialog” zu.

“Die kommenden Tage werden einen umfassenden nationalen Dialog in allen syrischen Provinzen sehen” versprach Informationsminister Adnan Hasan Mahmoud nach einer Unterredung Präsident Assads mit lokalen Würdenträgern. Die Opposition wies das Angebot umgehend zurück. Erst wenn sich die Panzer zurückzögen und die politischen Häftlinge freigelassen würden, könne man in Gespräche eintreten.

In Istanbul zogen rund 200 Demonstranten vor das syrische Konsulat, um den Rücktritt von Staatspräsident Baschar al-Assad zu fordern. “Das Regime hat mehr als tausend Menschen in Syrien ermordet. Und sie haben viele Städte abgeriegelt, fast alle Städte”, sagt Demonstrantin Rascha Jusef.

Die Lage in Syrien ist schwer einzuschätzen. Zum einen heißt es, die Teilnahme an den Protestkundgebungen ebbe ab, zum anderen soll es einen Befehl von Staatspräsident al-Assad geben, nicht auf Demonstranten zu schießen.