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Angeklagter IWF-Chef plädiert auf "nicht schuldig"

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Angeklagter IWF-Chef plädiert auf "nicht schuldig"

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IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn, in den USA der sexuellen Aggression angeklagt, streitet alle Delikte ab, die ihm vorgeworfen werden. Sein Anwalt William Taylor in Washington: “Er plädiert auf nicht schuldig.”

Strauss-Kahn, Zentralfigur bei der Bewältigung der internationalen Schuldenkrise, soll in einem Hotel in New York ein Zimmermädchen bedrängt haben. Die Frau sagte aus, er sei nackt aus dem Badezimmer gekommen und habe versucht, sie zum Oralsex zu zwingen und im Zimmer einzusperren.

Daraufhin wurde der Direktor des Internationalen Währungsfonds am John F. Kennedy Flughafen aus der startklaren Air-France-Maschine nach Paris geholt.

Die Nacht verbrachte er in Harlem in einer Polizeistation, spezialisiert auf Sexualdelikte.

Strauss-Kahn habe trotz seines herausragenden Amtes keine diplomatische Immunität, so Paul Browne, leitender Polizeibeamter in New York.

Der IWF sieht seine Arbeit durch die Festnahme seines Chefs nicht beeinträchtigt. Die Organisation bleibe “vollkommen handlungsfähig”, erklärte die Behörde, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

Strauss-Kahn wollte noch am Sonntag die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin treffen.

Am Montag standen Gespräche mit den Finanzministern der Euro-Gruppe in Brüssel auf dem Terminplan. Dort soll der Rettungsplan für Portugal beschlossen werden.