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Dominique Strauss-Kahn wegen sexueller Belästigung angeklagt

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Dominique Strauss-Kahn wegen sexueller Belästigung angeklagt

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Der Direktor des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn ist in New York der sexuellen Belästigung, der versuchten Vergewaltigung und der Freiheitsberaubung angeklagt worden. Das hat die Polizei in der US-Metropole mitgeteilt. Der 62-jährige soll in einem Hotel in New York ein Zimmermädchen bedrängt haben. Das Mädchen sagte aus, Strauss-Kahn sei nackt aus dem Badezimmer gekommen und habe versucht, sie zum Oralsex zu zwingen und im Zimmer einzusperren. Sie konnte sich jedoch befreien und alarmierte die Polizei, die den IWF-Chef am Flughafen festnahm. Eigentlich hätte Strauss-Kahn zu einem Gespräch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel nach Berlin fliegen sollen. Laut seinem Anwalt will Strauss-Kahn auf nicht schuldig plädieren. Voraussichtlich wird er noch am Sonntag einem Richter vorgeführt.

Vom Internationalen Währungsfonds gab es vorerst keine Stellungnahme. Bereits 2008 war Strauss-Kahn wegen einer Affäre mit einer ehemaligen Kollegin unter Druck geraten. Nun steht auch seine geplante Präsidentschaftskandidatur in Frankreich auf der Kippe. Eigentlich hatte Strauss-Kahn als Kandidat gegen Nicolas Sarkozy antreten wollen.