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Facebook-Intifada zu Israels Gründungstag

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Facebook-Intifada zu Israels Gründungstag

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Beim Sturm auf Israels Grenzen sind am sogenannten Nakba-Tag mindestens 12 Palästinenser getötet an die 100 verletzt worden. Mit dem Nakba- oder Katastrophen-Tag wird an die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 und an die Vertreibung Hunderttausender Araber erinnert – in Israel ein Nationalfeiertag.

Über soziale Netzwerke hatten Palästinenser zu einer konzertierten Aktion gegen Israel aufgerufen.

So durchbrachen Tausende Zivilisten von Syrien aus zum erstenmal seit Jahrzehnten die streng bewachte Grenze zu den von Israel besetzten Golanhöhen.

Im südlichen Libanon und im Gazastreifen durchbrachen Aktivisten Barrieren der libanesischen Armee und der Hamas. An einigen Militärsperren im Westjordanland und in Ost-Jerusalem kam es zu Krawallen.

Im Südlibanon warf die Menge Steine gegen israelische Soldaten. Die feuerten Tränengasgranaten und scharfe Munition auf die Demonstranten.

Mehrere Dutzend Palästinenser wurden nach Angaben der israelischen Armee in israelischen Krankenhäusern behandelt, nachdem sie die Grenzen durchbrochen hatten….

…das gleich Bild am Grenzübergang bei Ramallah.

Israel hatte rund 10.000 Polizisten im Sondereinsatz.

Nach der israelischen Staatsgründung hatten knapp 800 000 Araber das historische Palästina durch Flucht und Vertreibung verlassen.

Ihre Nachfahren halten symbolische Schlüssel hoch – zu den verlassenen Häusern.

Heute leben mehr als 4,7 Millionen Palästinenser im Libanon, in Syrien, Jordanien, dem Gazastreifen und dem Westjordanland. Ihre Integration hatte die Arabische Liga vor gut 50 Jahren untersagt.