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Oh, la la

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“Dragueur ou violeur ?” – “Anmacher oder Vergewaltiger ?” heißt die Frage des Tages in Frankreich. Seit “DSK” Dominique Strauss-Kahn in New York der “versuchten Vergewaltigung” angeklagt ist, gibt es in Cafés, Medien oder auf Strassenmärkten kaum noch ein anderes Thema.
 
Die Sozialistische Partei (PS) bangt um ihr aussichtsreichstes Zugpferd für die Präsidentschaftswahl 2012.
 
 
PS-Parteichefin Martine Aubry:
 
“Ich bin, wie jeder andere auch, völlig fassungslos. Ich fordere jeden auf, mit dem notwendigen Anstand auf gesicherte Fakten zu warten, bis dahin sollte gelten – im Zweifel für den Angeklagten.”
 
 
Bisher hatten die Franzosen dem weltgewandten Charmeur Ungereimtheiten und Skandälchen immer verziehen, etwa ein Verhältnis mit einer Mitarbeiterin beim IWF.
 
 
Passanten in Paris:
 
“Das ist jemand, der Frankreich etwas bringen kann. Solche Leute braucht die Linke. Also lasst uns auf Beweise warten. Für ein Urteil ist es noch zu früh.”
 
“Er war faktisch der einzige Kandidat der Linken, der Sozialistischen Partei, für den ich hätte  stimmen können. Aber ich gestehe, dass es jetzt allmählich zu viel wird. Es ist ja nicht das erste Mal.”
 
“Der Fall ist ein wenig seltsam, wenige Monate vor der Wahl. Manchmal stellt sich die Frage, ob da nicht jemand nachgeholfen hat.”
 
 
Strauss-Kahn galt als stärkster potenzieller Herausforderer von Nicolas Sarkozy bei den Präsidentschaftswahlen.
 
Zuletzt war der luxuriöse Lebensstil des Sozialisten diskutiert worden, mit Preislisten von Limousinen und Herrenanzügen.