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ENDEAVOUR - auf zur letzten Runde

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ENDEAVOUR - auf zur letzten Runde

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Dies war der letzte Start für ENDEAVOUR.

Pünktlich um 14 Uhr 56 Mitteleuropäischer Sommerzeit hob Amerikas bewährte Raumfährte in Florida ab. Der Space Shuttle bringt eine sechsköpfige Mannschaft zur internationalen Raumstation. 16 Tage sollen die Astronauten dort arbeiten. Für notwendige Reperaturen und Installationen sind vier Außeneinsätze vorgesehen.

Im Juli soll dann auch die ATLANTIS, die letzte US-Räumfähre, auf ihre letzte Fahrt gehen.

Dann bleibt für die Verbindung zu ISS nur noch die russische SOJUS.

Die ENDEAVOUR-Mannschaft besteht aus 5 Amerikanern und einem Italiener. Kommandant ist der 47jährige Mark Kelly, der Ehemann der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords, die im Januar bei einem Attentat schwer verletzt wurde.

Er trägt als Kommandant auch die Verantwortung für milliardenschwere wissenschaftliche Experimente. 1,37 Milliarden Euro kostet allein der Teilchendetektor “Alpha Magnetic Spectrometer-2” Damit soll die Zusammensetzung kosmischer

Höhenstrahlung vermessen werden. Das 6,8 Tonnen schwere Gerät könnte dazu beitragen, mehr über den Urknall zu erfahren, hofft die Nasa. 600 Experten in 16 Ländern hatten den Detektor entwickelt.

Der italienische Astronaut Roberto Vittori hat sich als Ingenieur speziell auf die Installierung von AMS in der internationalen Raumstation vorbereitet.

Kommandant Kelly spricht von einem der ersten wissenschaftlichen Experimente des 21. Jahrhunderts und hofft: “…. AMS kann uns völlig unerwartete Dinge über das Universum lehren.”

Wenn ENDEAVOUR dann zur letzten Landung ansetzt, wird die Raumfähre bei 25 Flügen in 19 Jahren die Erde insgesamt 4500 Mal umrundet haben.