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IWF-Boss zwischen unschuldig und 25 Jahren Haft

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IWF-Boss zwischen unschuldig und 25 Jahren Haft

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Dominique Strauss-Kahn bleibt vorerst in Haft. Das entschied ein Gericht in New York. Die Richterin sah eine Fluchtgefahr und lehnte auch die Entlassung gegen Zahlung von einer Million Dollar Kaution ab. Dem IWF-Chef werden sechs Straftaten zur Last gelegt, darunter versuchte Vergewaltigung, sexueller Missbrauch und Nötigung eines Zimmermädchens. Am kommenden Sonntag tritt die Grand Jury zusammen, die über den Fortgang des Prozesses gegen Strauss-Kahn entscheidet. Die Anwälte plädierten auf nicht schuldig. Star-Advokat Benjamin Brafman, hofft nun auf bessere Zeiten:

“Wir sind enttäuscht, aber der Prozess hat ja erst begonnen. Strauss-Kahn gilt immer noch als unschuldig und ich bitte Sie, ihm diese Unschuldsvermutung auch zuzugestehen, damit wir dann ein faires Verfahren bekommen, wenn es soweit ist.”

Auch der Vorschlag der Anwälte, Strauss-Kahn mit einer elektronischen Fußfessel auszustatten, falls er auf Kaution freikommt, reichte der Richterin nicht. Unklarheiten gibt es über die Zeiten der angeblichen Tat. Französische Medien etwa widersprechen Darstellungen der New Yorker Polizei. Zudem habe sich Strauss-Kahn in New York mit seiner Tochter getroffen, und zwar just zu dem Zeitpunkt, als er über das Zimmermädchen hergefallen sein soll. Bei einer Verurteilung drohen dem Franzosen, der schon als Nachfolger für Präsident Nicolas Sarkozy gehandelt wurde, 25 Jahre Haft.