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Portugalhilfe trotz Strauss-Kahns Festnahme

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Portugalhilfe trotz Strauss-Kahns Festnahme

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Die Finanzminister der Eurozone sehen das Portugal-Hilfspaket durch Dominique Strauss-Kahns Festnahme nicht gefähdert. In Brüssel beraten sie über die fast 80-Milliarden Euro Hilfsmaßnahmen für Portugal. Der Internationale Währungsfonds soll davon rund ein Drittel tragen.

Statt Strauss-Kahn ist seine Vertreterin Nehmat Shafik in Brüssel eingetroffen. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sieht den Währungsfonds darum keineswegs handlungsunfähig. Über die Hilfen für Portugal könne auch ohne Strauss-Kahn entschieden werden: “Was nun tatsächliche oder angebliche Vorgänge in New York mit der Währungskrise in Europa zu tun haben, erschließt sich mir nicht ganz. Der IWF ist so gut organisiert, dass er die zeitweilige Abwesenheit des Leiters verkraften kann.”

Im Falle Portugals hatte der IWF ohnehin schon grünes Licht gegeben. Experten des Fonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission hatten schon vor anderthalb Wochen die letzten Einzelheiten ausgehandelt. Der Kommissionssprecher Amadeu Altafaj unterstrich denn auch, dass das Portugal-Paket nicht gefährdert sei – ebensowenig wie die Hilfen für Griechenland und Irland.

Tatsächlich ist die Zukunft für Griechenland weit ungewisser. Gegen neue Notkredite gibt es nicht nur in Deutschland erbitterten Widerstand und Strauss-Kahn galt als Fürsprecher Athens.