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Strauss-Kahn sorgt auch an Börsen für Aufsehen

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Strauss-Kahn sorgt auch an Börsen für Aufsehen

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Die Festnahme des IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn hat auch an den Börsen wie eine Bombe eingeschlagen. Dennoch blieben die Auswirkungen gering. Die Festnahme sollte die Handlungsfähigkeit des Gremiums nicht beeinflussen, meint ein Analyst in Frankfurt. “Nachhaltig wird es zunächst einmal keinen Einfluss haben, denn der IWF ist ja als Institution ausgerichtet, es wird einen kommissarischen Nachfolger geben, der erstmal die Geschäfte weiterlaufen lässt und das wird wahrscheinlich in die gleiche Richtung gehen wie es bisher der Fall war.”

Der nächste Chef des IWF könnte Experten zufolge ein Nicht-Europäer sein. Zunehmend drängen Schwellenländer wie China und Indien darauf, den Topposten zu stellen.

Strauss-Kahn galt als guter Vermittler, so ein französischer Analyst: Die Rolle des IWF ist äußerst wichtig und ich glaube, dass die Persönlichkeit Strauss-Kahn sehr wichtig war, weil er jeden kannte. Er konnte gut Deals zwischen Personen aushandeln, die verschiedener Meinung waren.”

Auch in Südeuropa wird die Strauss-Kahn Affäre mit Aufmerksamkeit verfolgt, spielt der IWF doch als großer Geldgeber eine wichtige Rolle bei der Rettung schuldengeplagter Euro-Staaten wie Portugal und Griechenland. Ein Experte: “Die Börse hat mit deutlichen Verlusten eröffnet, mit einem Minus von einem Prozent, nicht nur wegen der Festnahme, die den Markt unter Druck setzt, sondern auch wegen der griechischen Schuldenkrise.”

In Griechenland hat die Festnahme Sorgen ausgelöst, der IWF könnte nun härter mit den Griechen umgehen.