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Terrence Malicks "Tree of Life" in Cannes gezeigt

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Terrence Malicks "Tree of Life" in Cannes gezeigt

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Vor dem Film herrscht pure Begeisterung: Brad Pitt ist zum Filmfestival nach Cannes gekommen. Die Fans drängeln sich am roten Teppich, um von dem Star einen Blick zu erhaschen, vielleicht sogar ein Autogramm.

Brad Pitt spielt im neuen Film von Terrence Malick – dem amerikanischen Regisseur, der mit 67 gerade einmal sein fünftes Werk vorlegt und sich auch sonst im Leben äußerst rar macht.

Die Erwartungen in Cannes, zur Halbzeit des Festivals, sind groß: The Tree of Life – Der Baum des Lebens – zeigt eine amerikanische Familie in den Fünfzigern: ein sehr dominierender Vater, eine ebenso sanfte Mutter, drei Söhne, die heranwachsen. Es geht um Natur, Familie, Leben, Gewalt.

Ausufernde Bilder des teils brodelnden, teils beschaulichen Universums, sinnbildlich für die väterliche und mütterliche Seite, wechseln sich mit Rückblenden über das Aufwachsen der drei Buben unter dem konservativen Vater (Pitt) ab.

Frauenchöre und ein den 138 Minuten langen Film stark bestimmender Klassik-Score vermischen sich zudem mit religiösen Bezügen und immer wieder esoterisch anmutenden Bildern.

Manche Erwartungen wurden damit in Cannes wohl nicht erfüllt: Nach der Vorführung laute Buhrufe und Pfiffe – aber auch leisen Beifall.

Zudem stellte sich Regisseur Terrence Malick im Anschluss an die Vorführung nicht den Fragen der Medien. Brad Pitt sprang mit einer Erklärung ein:

“Terrence sieht sich als jemand, der ein Haus baut, aber er will es dann nicht auch verkaufen müssen.” Dafür seien andere zuständig.