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Debatte über neuen IWF-Chef hat begonnen

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Debatte über neuen IWF-Chef hat begonnen

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Angesichts der Ungewissheit über Dominique Strauss-Kahns Zukunft hat eine Debatte über seine Nachfolge an der IWF-Spitze begonnen. Zunächst noch etwas verschämt, seit diesem Dienstag aber immer offener.

Inzwischen übernahm Strauss-Kahns Stellvertreter, der Amerikaner John Lipsky, die IWF-Geschäfte.

Allerdings will er im August in den Ruhestand gehen.

Aus einem großen Kandidatenfeld kristallisierten sich einige Namen heraus, die am häufigsten genannt werden. Darunter sind ehemalige Finanzmister wie Gordon Brown, Peer Steinbrück und Kemal Dervis. Die jetzige französische Ressortchefin Christine Lagarde dürfte kaum in Frage kommen, dafür ist die Strauss-Kahn-Affäre für Frankreich zu peinlich.

Nach bisheriger Tradition steht an der IWF-Spitze immer ein Europäer, während die Weltbank von einem Amerikaner besetzt wird. Diese Regel könnte jetzt zugusten der Schwellenländer kippen. In Peking meinte eine Regierungssprecherin, über die Nachfolge müsse auf der Basis von Fairness, Transparenz und Verdienst entschieden werden.

Gemeint ist, dass die bisherige Praxis dem globalen Kräfteverhältnis der Nahckriegszeit entspringt.

Dies müsse geändert werden. Allerdings machte etwa die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits klar, angesichts der Euro-Krise brauche der IWF wieder einen Europäer an seiner Spitze.