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Die unendliche Geschichte der Regierungsbildung

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Die unendliche Geschichte der Regierungsbildung

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Ein neuer Vermittler soll die belgische Staatskrise endlich beenden. König Albert II. beauftragte den Sozialisten Elio di Rupo damit, eine Regierung zu bilden. Sollte er erfolgreich sein, stünde zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren ein frankophoner Politiker an der Spitze der Regierung.

Di Rupo hatte bereits im vergangenen Jahr erfolglos versucht, zwischen dem Niederländisch sprechenden Norden und dem französischsprachigen Süden zu vermitteln.

Belgien ist seit Juni vergangenen Jahres ohne Regierung – solange war nur der Irak ohne politische Führung. Die Belgier haben den ständigen Zank um die Regierung satt.

Immer wieder kommt es zu Demonstrationen.

Im März riefen belgische Studenten zu einer “Fritten-Revolution” auf. Pommes Frites gelten als eines der wenigen Symbole eines geeinten Belgiens.

Derzeit verhandeln sieben Parteien über eine Staatsreform. Diese soll mehr Kompetenzen für die auseinanderstrebenden Regionen bringen.

Die Reform gilt als Vorbedingung für die Bildung einer Regierung.