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Einsatz, Kompromisse und Fritten für Belgien

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Einsatz, Kompromisse und Fritten für Belgien

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Auf der bisher schier endlosen Suche nach einer Koalition für Belgien will es der mit der Regierungsbildung beauftragte Elio di Rupo mit neuen Vorschläge versuchen. König Albert II. hatte Di Rupo zum Unterhändler ernannt – es ist sein zweiter Versuch. Er werde den insgesamt neun belgischen Parteien sozialpolitische Maßnahmen und institutionelle Reformen vorschlagen, so Di Rupo.

Elio Di Rupo, Sozialistische Partei:

“Um gemeinsam eine Chance auf Erfolg zu haben, müssen wir uns alle zusammen anstrengen und bei dem Projekt mitmachen – und zwar mit einem Einsatz, als wäre es der erste Tag. Und gleichzeitig zu Kompromissen bereit sein, als wäre das jetzt die allerletzte Chance.”

Die Parteien aus den Flämisch und Französisch sprechenden Landesteilen könnten dann jeweils sagen, welche Vorhaben sie unterstützen würden.

Di Rupo ist Vorsitzender der frankophonen Sozialdemokraten.

Belgien steht seit Juni 2010 ohne gewählte Regierung da – das ist Rekord in Europa.

Mit ihrer sogenannten Frittenrevolution protestierten im Frühjahr tausende Belgier beider Sprachgruppen gegen die Sprachlosigkeit ihrer Politiker.