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EU und USA: erstmals direkte Sanktionen gegen al-Assad

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EU und USA: erstmals direkte Sanktionen gegen al-Assad

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Die gewaltsame Unterdrückung der Opposition in Syrien hat neue Todesopfer gefordert. Mindestens acht Menschen wurden in der syrischen Grenzstadt Tel Kalach getötet. Dort hatte die Armee vor vier Tagen mit den Razzien gegen die Einwohner begonnen.

Die Härte, die Machthaber Baschar al-Assad gegen die Regimegegner demonstriert, stößt im Ausland auf große Kritik. So verhängten die USA erstmals direkte Sanktionen gegen den syrischen Präsidenten. Die europäischen Außenminister wollen in der kommenden Woche ein Einreiseverbot für al-Assad beschließen.

Währenddessen verhallte in Syrien ein Streikaufruf für diesen Mittwoch fast folgenlos – laut Augenzeugen aus Angst vor Repressalien. Nur in der Stadt Homs, der drittgrößten des Landes, wurde die Arbeit vereinzelt niedergelegt. Betroffen waren Geschäfte, Schulen und Universitäten. Nun sollen neue Demonstrationen gegen das Assad-Regime organisiert werden. Ein Großteil der Aufrufe erfolgt über soziale Netzwerke.

In Aleppo löste die Polizei am Vortag eine Kundgebung von etwa 2000 Studenten mit Schlagstöcken auf.

Die Protestbewegung in Syrien hält bereits seit Mitte März an – trotz ihrer gewaltsamen Niederschlagung, bei der bereits an die 800 Menschen getötet und tausende weitere festgenommen wurden.