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Tunesien verärgert über libysche Raketen

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Tunesien verärgert über libysche Raketen

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Tunesien droht damit, Libyen vor den Weltsicherheitsrat zu bringen. Anlass sind Zwischenfälle bei den Kämpfen im Westen Libyens, bei denen Raketen über die Grenze auf tunesisches Gebiet geflogen sind. Bei den Kämpfen geht es um den Grenzübergang Dehaiba, den die Aufständischen

dringend für Nachschub brauchen.

Tunesien spricht von feindseligen Handlungen: Libyen habe mehrmals zugesagt, dass nicht in Richtung des Nachbarlandes geschossen werde, das aber nicht eingehalten.

Weiterhin kommen auf der italienischen Insel Lampedusa Flüchtlinge aus Libyen an. Etliche der Menschen hier im Auffanglager haben es geschafft,

aus der seit Wochen schwer umkämpften Stadt Misurata zu entkommen.

“Drei oder jedenfalls mehr als zwei Wochen lang konnten wir nicht aus dem Haus und nichts zu essen

holen”, erzählt einer von ihnen, ein Nigerianer. “Wir mussten mit dem Boot flüchten, damit wir da nicht sterben.”

Andere erzählen von Überfahrten, bei denen nichts zu essen an Bord war; oder von ihren Ängsten, dass

sie es in ihrem altersschwachen Boot vielleicht nicht

schaffen würden.