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Wer ist das mutmaßliche Opfer in der Affäre Strauss-Kahn?

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Wer ist das mutmaßliche Opfer in der Affäre Strauss-Kahn?

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In diesem Haus in der Bronx soll das Opfer wohnen.

Die Boulevardzeitung “New York Post” schreibt, die Wohnungen hier würden nur an Familien vermietet, in denen mindestens eine Person HIV-positiv sei.

Die 32jährige Frau lebe hier mit ihrer 15jährigen Tochter. Soweit die New Yorker Quelle.

Reporter des Pariser Fernsehsenders France deux befragten Nachbarn vor dem Haus, die durchweg nette Worte für die nun unter Polizeischutz lebende Frau fanden. Ein Mann sagt english:“she looks nice, pretty nice lady and she’s a nice person”

Eine Frau antwortet französisch: “Chaque fois que je la voyais avec sa fille on se salue, c’est une fille très bien elle est gentille” – übersetzt: “Sie grüßt immer, die Tochter ist nett”

Das einzige Foto vom Opfer zeigt zwei Beamte, die eine in eine Decke gewickelte Person geleiten.

Die Frau wird nach allen Regeln des Gesetzes geschützt. Dafür ist jemand aufgetaucht, der behauptet, ihr Bruder zu sein. Das französische Boulevardblatt “Parisien” bringt ein Interview mit ihm, in dem er die Namen seiner Schwester und deren Tochter nennt. Er selber heisse Blake Diallo und habe 16 Jahre in Frankreich gelebt, ehe er nach New York kam. In dem Interview mit “Parisien”, bezeichnet er seine Schwester als praktizierende Muslimin, die von Politik keine Ahnung habe.

Sie wisse nicht einmal, wer Bürgermeister von New York sei. Er habe ihr erst beigebracht, wer der Angreifer gewesen sei und nun hoffe er, der werde noch lange im Gefängnis sitzen.

Reporter der Pariser Zeitung “Figaro” fanden am Tatort, dem Hotel der französischen Kette “Sofitel” in New York, eine Kollegin des Opfers, die ihnen erklärte, im Personalraum würden täglich mit Zimmernummer und Foto die wichtigsten Gäste angekündigt. Damit die Angestellte auf VIP´s achten. Diese Praxis gibt es auch in anderen 5-Sterne-Hotels.

Die einzig zuverlässige Information zum Opfer dürfte bisher dieses Interview mit dessen Anwalt Jeffrey Shapiro sein. Der sagt, sie habe getan, worum sie ersucht wurde. Sie fühle sich verpflichtet, die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie das große Überwindung gekostet habe. Nun sei ihr eigenes Leben in die Öffenlichkeit gezerrt worden und sie fühle sich physisch bedroht.

Es bleibt eine Geschichte mit reichlich Gerüchten, die nicht zu überprüfen sind.