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Lars von Trier in Cannes jetzt "persona non grata"


Kultur

Lars von Trier in Cannes jetzt "persona non grata"

Lars von Trier ist beim Filmfest in Cannes ab sofort eine unerwünschte Person. Damit reagiert das Festival auf umstrittene Bemerkungen, die der dänische Regisseur am Tag zuvor gemacht hatte.

Unter anderem ging es um Wagnermusik in seinem Film: Unter Anspielung auf seine deutschen Wurzeln sagte von Trier, er sei eben ein Nazi und könne Hitler verstehen. Dieser habe ein paar falsche Dinge getan, aber er sehe ihn dort noch zum Ende hin in seinem Bunker sitzen.

Diese Bemerkungen seien “nicht akzeptabel, nicht tolerierbar und stehen im Gegensatz zu den Idealen der Humanität und Großzügigkeit” des Festivals, heißt es in der Erklärung aus Cannes.

Als “eher ein Nazi”: So hatte sich von Trier aber schon vor Jahren bezeichnet, 2005 in einem Gespräch mit der “Zeit”. Erst spät hatte er von seinem leiblichen Vater erfahren. Bis dahin dachte er, er sei jüdischer Abstammung.

In Cannes hatte von Trier sein neues Werk “Melancholia” vorgestellt. Der Film bleibt im Wettbewerb. Der Regisseur hat sich inzwischen für seine Bemerkungen entschuldigt: Er sei kein Nazi und kein Antisemit.

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