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IWF-Spitze könnte französisch bleiben

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IWF-Spitze könnte französisch bleiben

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Die Suche nach einem Nachfolger für Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn läuft auf vollen Touren. Der Verwaltungsrat des Internationalen Währungsfonds nahm entsprechende Beratungen auf, berichtet Interimschef John Lispky. Die EU legt dabei Wert auf einen europäischen Nachfolger. Derzeit kursieren vor allem fünf Namen, denen in dieser Reihenfolge die besten Chancen auf den Chefsessel eingeräumt werden:

Platz eins für Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde. Auch der Türke Kemal Dervis soll gute Chancen haben, er kommt auf Platz zwei vor Singapurs Finanzminister Tharman Shanmugaratnam. Auch der südafrikanische Politiker Trevor Manuel wird gehandelt, ihm werden aber, wie auch Agustin Carstens, dem Chef der Bank of Mexico, nur geringe Aussichten eingeräumt.

Robert Halver, Finanzanalyst der Baader bank, meint: “Es ist wichtig, dass wir einen Europäer an der Spitze des IWF haben, denn ein Europäer kennt auch die Probleme in der Eurozone. Ein Chinese oder Amerikaner wäre wohl nicht willens, diese Probleme zu lösen, da sie ja eigene Probleme haben. Daher brauchen wir einen Europäer als neuen IWF-Chef.”

Usus bisher war die Besetzung des IWF-Chefpostens mit Europäern und so wird auch Strauss-Kahns Landsfrau Christine Lagarde als heißeste Kandidatin gehandelt. Die Europäer wollen sie noch vor dem G8-Gipfel kommende Woche in Frankreich nominiert haben. Lagarde wäre die erste Frau an der Spitze des Währungsfonds.