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Rückschlag für Spaniens junge Protestbewegung

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Rückschlag für Spaniens junge Protestbewegung

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In Spanien hat die zentrale Wahlbehörde sämtliche für das Wochenende angekündigte Demonstrationen verboten. Es finden Regional- und Kommunalwahlen statt.

Die Protestbewegung “Echte Demokratie Jetzt!” hatte die Bürger aufgerufen, am Samstag erneut auf die Straße zu gehen, um soziale und politische Reformen in dem Krisenland zu fordern.

Auch für Sonntag waren Aktionen geplant. Der Freitag ist von dem Verbot nicht betroffen. Die Aktivisten hatten unter anderem an die Bevölkerung appelliert, nicht die beiden großen Parteien – die Sozialisten (PSOE) und die Konservativen (PP) – zu wählen.

Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero rief die Demonstranten auf, sich am Sonntag an den Regional- und Kommunalwahlen zu beteiligen. Er habe Verständnis für ihre Belange, aber nur wer wählen gehe, könne etwas verändern.

Neben Madrid gab es Proteste in vielen anderen Städten. Organisiert wurden sie über das Internet von der Protestbewegung “Echte Demokratie Jetzt!”, die am vergangenen Sonntag mit ihren Kundgebungen praktisch über Nacht landesweit bekanntgeworden war.