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Strauss-Kahn kommt gegen Kaution frei

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Strauss-Kahn kommt gegen Kaution frei

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Die vorübergehende Haftentlassung des wegen versuchter Vergewaltigung angeklagten früheren IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn steht kurz bevor.

Nach Angaben seiner Anwälte kann er vermutlich schon an diesem Freitag seine Einzelzelle auf einer Gefängnisinsel gegen ein Appartement in Manhattan tauschen.

Als Kaution muss Strauss-Kahn eine Million Dollar in bar bezahlen sowie fünf Millionen Dollar an Sicherheiten vorlegen.

Da nach Meinung des Richters weiter Fluchtgefahr besteht, muss der französische Politiker hohe Sicherheitsauflagen erfüllen.

Er soll in einer New Yorker Wohnung rund um die Uhr unter Bewachung stehen.

Der frühere IWF-Chef wird dort elektronisch überwacht, seine Reisedokumente muss er hinterlegen.

Der Franzose war zuvor offiziell angeklagt worden. Der 62-Jährige soll versucht haben, in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen zu vergewaltigen.

Der nächste Gerichtstermin für Strauss-Kahn ist der 6. Juni. Dann wird ihm offiziell die Anklage vorgelesen.

Strauss-Kahn kann sich schuldig oder nicht schuldig bekennen. Er weist bisher alle Vorwürfe zurück. Der bis zu seiner Festnahme am vergangenen Samstag als Favorit für die Präsidentenwahl in Frankreich geltende Sozialist verbrachte die vergangenen Tage im berüchtigten Gefängnis Rikers Island.

Offenbar untersucht die amerikanische Polizei zwei weitere Fälle möglicher sexueller Entgleisungen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mehr als 74 Jahre Haft.