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Tepco-Chef verkündet Rekordverlust und tritt ab

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Tepco-Chef verkündet Rekordverlust und tritt ab

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Die Atomkatastrophe von Fukushima hat nun auch Folgen für das Management des Kraftwerkbetreibers Tepco. Konzern-Chef Masataka Shimizu und sein Stellvertreter sind jetzt zurückgetreten. Als letzte Amtshandlung legte Shimizu den größten Nettoverlust vor, den je eine japanische Firma außerhalb des Finanzsektors verkraften musste.

Shimizu sagte: “Der Verlust wegen der Reparaturarbeiten beläuft sich auf 1,25 Billionen Yen. Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass die Nukelarenergie an Glaubwürdigkeit verloren hat und die Menschen Angst haben. Daher möchte ich zusammen mit dem Vize-Präsidenten, Herrn Muto, zurücktreten.” Umgerechnet in Euro präsentierte Shimizu also einen Verlust von rund 10,7 Milliarden Euro.

Und das ist erst der Anfang: Tepco muss sich unter anderem auf Schadenersatzforderungen von Evakuierten einstellen, deren Höhe noch nicht abzusehen ist. Bis zum Tsunami war Tepco noch auf der Erfolgsspur, legte beim Umsatz zu. Jetzt heißt es vom Konzern, auch zwei geplante AKW nicht bauen zu wollen.