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Von dannen - von Trier entschuldigt sich nach Cannes-Ausschluss

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Von dannen - von Trier entschuldigt sich nach Cannes-Ausschluss

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Ist es Provokation oder einfach nur geschmacklos? Nach seinen verbalen Entgleisungen versucht der dänische Skandalregisseur Lars von Trier Schadensbegrenzung: Er habe nur einen dummen Witz gemacht, als er bei der Pressekonferenz Sympathie für Hitler äußerte. Das Filmfestival in Cannes hatte ihn deswegen ausgeschlossen – eine Premiere in der Geschichte des Festivals.

Auf die Frage, wie er vergessen konnte, dass Witze über Adolf Hitler und Juden gefährlich sein können, sagte Lars von Trier: “Ich mache viele Witze dieser Art, und ich mache sie im kleinen Kreis. Was ich diesmal dummerweise völlig vergessen habe: Ich habe das der ganzen Welt gesagt. Ich dachte, das läuft ja gut, und dann bin ich bei was völlig Idiotischem gelandet. Das tut mir leid.”

Euronews: “Wie wollen sie die Spannungen mit dem Festival beruhigen?”

Von Trier: “Ich denke, viel mehr kann ich nicht machen. Natürlich kann ich mit den Festivaldirektoren Thierry Frémaux und Gilles Jacob sprechen. Wenn denen was einfällt, dann werde ich das natürlich tun. Wir werden sehen. Die Zeit heilt alle Wunden, heißt es doch.”

Von Triers Film “Melancholia” läuft weiter im Wettbewerb. Ihm waren sogar Chancen auf die Goldene Palme ausgerechnet worden – VOR den verbalen Entgleisungen des enfant terrible.