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"Wir sind New Yorker, wir leben damit"

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"Wir sind New Yorker, wir leben damit"

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New York, Lower Manhattan, um die Ecke die Wall Street und Ground Zero – prominente Nachbarn sind sie hier gewohnt, demontierte Banker auch. Nun wohnt hier bis auf weiteres Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und wartet auf sein Verfahren wegen versuchter Vergewaltigung. Er selbst ist nicht zu sehen, nur seine Ausläufer – jede Menge Polizei und ein riesiges Medienaufgebot. Hier kommt keiner unbemerkt durch, selbst ohne Rund-um-die-Uhr-Bewachung.

Gemma Harding, Bewohnerin von 71 Broadway:

“Natürlich mag ich den Trubel nicht. Es ist schon ein bisschen beängstigend, man geht vor die Tür und wird von Kamerateams belagert.”

Teresa, eine weitere Bewohnerin von 71 Broadway:

“Wissen Sie was, haben wir eine Wahl? Ich weiß es nicht. Wir sind New Yorker, wir leben damit. Wenn mein Hund Nico mal muss, dann muss er mal. Wenn ich morgens auf einen Kaffee zu Dunkin Donuts will, Leute, dann gehe ich auf einen Kaffee dahin. Das Leben geht weiter, auch wenn ich ihn in der Eingangshalle treffe.”

In der feineren Upper East Side hatte Strauss-Kahns Ehefrau Anne Sinclair zuvor Probleme mit der ursprünglich angemieteten Wohnung bekommen. Nach Medienberichten war der unter hohen Sicherheitsauflagen aus der Untersuchungshaft beurlaubte Franzose dort nicht willkommen.