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Britischer Schlussstrich unter acht Jahre Irak-Krieg

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Britischer Schlussstrich unter acht Jahre Irak-Krieg

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Acht Jahre nach dem Einmarsch in den Irak hat Großbritannien seine letzten Soldaten von dort abgezogen. Die meisten Briten waren bereits 2009 zurückgeholt worden. Zuletzt waren britische Soldaten noch an einem Ausbildungsprogramm für die irakische Marine beteiligt.

Britische Einheiten waren vor allem im Süden des Landes, rund um die Stadt Basra eingesetzt.

Verteidigungsminister Liam Fox würdigte den Einsatz der insgesamt 45 000 britischen Soldaten. 179 von ihnen haben im Irak ihr Leben verloren.

Im Irak bleibe nun nur noch eine Handvoll Soldaten, um die britische Botschaft in Bagdad zu schützen, so das Verteidigungsministerium in London.

Der britische Irak-Einsatz an der Seite der Amerikaner hatte die EU in eine außenpolitische Krise gestürzt – er hatte nie die Rückendeckung der UNO. Im Alleingang stellte sich der britische Premierminister Tony Blair im Frühjahr 2002 an die Seite des US-Präsidenten George W. Bush für einen

“Präventivkrieg” gegen die von ihm identifizierte „Achse des Bösen” aus Irak, Iran und Nordkorea. Deutschland sagte dazu unter Kanzler Gerhard Schröder kategorisch “nein” – ebenfalls ohne Absprache mit den europäischen Partnern.

Einzelne Länder wie Polen und Spanien entschieden sich für die britische Politik, andere für die deutsche Position.