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Ruhe für die Salzregale Chinas


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Ruhe für die Salzregale Chinas

Versöhnliche Töne zwischen China, Südkorea und Japan kommen vom jährlichen Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Japans Ministerpräsident Naoto Kan, sein chinesischer Amtskollege Wen Jiabao und Südkoreas Präsident Lee Myung Bak wollen, dass ihre Länder bei der Atomsicherheit stärker zusammenarbeiten. Zuvor hatten Wen und Lee mit Kan im Katastrophengebiet Gurken und Kirschen gegessen.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima war das Mißtrauen in China groß gewesen: Viele japanische Lebensmittel durften nicht mehr importiert werden, die Ableitung radioaktiven Kühlwassers ins Meer werde man genau beobachten, hieß es aus Peking.

In Panik kauften Chinesen im ganzen Land die Salzregale leer – bald werde es nur noch radioaktives Meersalz geben, so ihr Verdacht. Jetzt soll wieder Vertrauen einkehren, eine Medienkampagne soll beruhigen, ein angeblicher Panikmacher wurde verhaftet.

Die sollen die Importbeschränkungen sollen zum Teil aufgehoben werden. Beim Wiederaufbau Japans werde man sich gegenseitig helfen, so die Gipfelteilnehmer.

Japans Regierung rechnet mit 130 Milliarden Euro Wiederaufbau-Kosten, das Land ist schon mit der doppelten jährlichen Wirtschaftsleistung verschuldet.

Ein paar Devisen bringen chinesische Touristen mit – die ersten nach Beben, Tunami und Atom wurden begeistert begrüßt.

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