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Wut in Zelten


Spanien

Wut in Zelten

Spanien wählt, Spanien protestiert. Die Abstimmung über 8000 Bürgermeisterposten, über Gemeinderäte und 13 von 17 Regionalparlamente gilt als wichtiger Stimmungstest für die

Parlamentswahl in rund zehn Monaten. Und die Stimmung ist mies. Jeder Fünfte arbeitswillige Spanier hat keinen Job, bei jungen Leuten ist es fast die Hälfte.

Zehntausende halten seit Tagen zentrale Plätze im Land besetzt, aus Protest gegen Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit.

Eine junge Frau auf dem Platz der Puerta del Sol in Madrid:

“Das hört mit den Wahlen nicht auf. Das Problem heißt nicht Sozialisten (PSOE) oder Konservative (PP), nicht links oder rechts. Das Problem schwebt über allen – das ist eine Frage von Werten. Irgendwas ist hier total unfair und muss sich ändern.”

Aussteiger sind die meisten nicht, im Gegenteil.

Ein junger Mann in Madrid:

“Ich gehe wählen. Ich will nicht meine Rechte in die Tonne treten. Vielleicht geht es morgen um meine eigene Wahl. Nein, ich gehe da hin.”

Der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero droht nach letzten Umfragen eine herbe Niederlage. Die konservative Volkspartei (PP) mit Zugewinnen rechnen.

Eine zarte Erholung der spanischen Wiirtschaft wird gedämpft durch ein milliardenschweres Sparpaket. Die Regierung will mit höheren Steuern und gekürzten Löhnen im öffentlichen Dienst das staatliche Defizit senken.

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