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Bulle und Bär - vollelektronisch

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Bulle und Bär - vollelektronisch

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“Wir schalten jetzt nach Frankfurt zur Börse” – bei dieser Ansage lächeln echte Trader milde.

Der Großteil der klassischen Börsenaktivität – der Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage – wird längst vollelektronisch abgewickelt, bei den Banken in Sälen, die teilweise die Größe von Fußballfeldern erreichen.

An der Deutschen Börse wird der klassische Parketthandel jetzt vollends eingestellt – nach 425 Jahren.

Frank Gerstenschläger, Deutsche Börse :

“Wir sind uns sicher, dass diese konsequente Weiterentwicklung des Parketthandels etwas Neues schaffen wird, dass es eine deutliche Verbesserung des Status quo darstellt, und dass wir auf dem richtigen Weg sind für die Börsenlandschaft des 21. Jahrhunderts.”

Den Parketthandel ersetzt das vollelektronische System Xetra. Während die klassischen Maklerfirmen zuletzt an einem durchschnittlichen Börsentag Wertpapiere für 250 Millionen Euro vermittelten, bringt es Xetra auf mehr als fünf Milliarden Euro.

Die Deutsche Börse AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt. Sie ist Trägerin der öffentlich-rechtlichen Frankfurter Wertpapierbörse und selbst mit ihren Aktien im DAX gelistet.

Für die Börsianer ist das Ende des Parketthandels Schnee von gestern – alles eingepreist, würden sie sagen.

Sie rätseln im Moment, ob die geplante Fusion der Deutschen Börse mit der New Yorker Börse (Nyse Euronext) tatsächlich klappt.

Mit dem Zusammenschuss entstünde das größte Börsenunternehmen der Welt.