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Kino, Palmen und Skandal - die Highlights des Filmfestivals von Cannes

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Kino, Palmen und Skandal - die Highlights des Filmfestivals von Cannes

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Cannes 2011 ließ träumen und staunen. Nach einer eher nüchternen Ausgabe im vergangenen Jahr servierte das berühmte Filmfestival an der Côte d’Azur diesmal wieder Glanz und Glamour. Die Liste der Stars reichte von Lady Gaga, über Antonio Banderas, Brad Pitt und Angelina Jolie bis zu Johnny Depp. Filme für die Massen gab es und einen anspruchsvollen Wettbewerb. Die Goldene Palme ging an “The Tree of Life” von Terrence Malick, überreicht in Abwesenheit des extrem öffentlichkeitsscheuen amerikanischen Regisseurs. Sein lang erwartetes Werk über Kindheit Schiksal, Familie und den Usprung des Lebens hatte das Festivalpublikum berührt, aber auch gespalten.
Den Grand Prix der Jury erhielten zu gleichen Teilen der Türke Nuri Bilge Ceylan für “Once Upon a Time in Anatolia” und die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für “Le Gamin au Vélo”. Der Streifen handelt von einem 12-Jährigen, der sich nicht damit abfinden will, dass sein Vater ihn verlassen hat.
Den Preis für den besten Darsteller erhielt der Franzose Jean Dujardin. Er spiet die Hauptrolle in dem poetischen Stummfilmdrama “The Artist” von Michel Hazanavicius. Der vor allem als Komiker bekannte Schauspieler freute sich über die große Anerkennung.
Der Preis für die beste Darstellerin ging an Kirsten Dunst für Rolle in “Melancholia”. Sie musste den Preis in Abweseneheit ihres Regisseurs entegen nehmen. Lars von Trier war wegen bizarrer Nazi-Kommentare bei der Pressekonferenz zum Film vom Festival ausgeschlossen worden.
Viele alte Bekannte versammelte die 64. Ausgabe des Festivals, Regielegenden wie Woody Allen, Nanni Moretti und Pedro Almodvar, auch die US-Stars Jodie Foster und Mel Gibson. Die Jury stand unter dem wohlwollenden Vorsitz von Robert de Niro.
Cannes 2011 bescherte Kino, Stars, Skandale – und den mit Abstand längsten Kettenkuss in der Geschichte des Festivals, bei der Vorstellung des Freudenhaus-Drama “L’Apollonide, souvenirs de la maison close”.