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Kriegsgefahr im Sudan wächst

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Kriegsgefahr im Sudan wächst

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Das gewaltsame Vorrücken der nordsudanesischen Armee in die ölreiche Region Abyei hat mehr als 20.000 Menschen in die Flucht getrieben. Nach Aussagen der Organisation “Ärzte ohne Grenzen” floh quasi die besamte Bevölkerung der Stadt Abyei (Hauptstadt der gleichnamigen Region).

Eigentlich sollten nach dem Referendum im

Januar über die Unabhängigkeit des Südsudan zwei friedlich nebeneinander existierende Staaten entstehen. Doch sowohl der Norden als auch der Süden erheben Anspruch auf die Grenzregion Abyei.

Die Vereinten Nationen riefen den Norden auf,

sich zurückzuziehen. Auch ein UN-Konvoi war in Abyei von der nordsudanesischen Armee angegriffen worden. Mehrere Blauhelmsoldaten wurden verletzt.

Sechs Jahre nach Beendigung des Bürgerkrieges wird der Südsudan am 9. Juli offiziell ein

unabhängiger Staat. Während des mehr als 20 Jahre dauernden Bürgerkriegs in dem Land kamen zwei Millionen Menschen ums Leben, mehr als vier Millionen flohen. Nun droht im Sudan kurz vor der Unabhängigkeit ein neuer Krieg.