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Ökopflaster sorgt für saubere Luft

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Ökopflaster sorgt für saubere Luft

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Mit zunehmender Verkehrsbelastung in Europas Innenstädten steigt auch die Belastung durch Luftschadstoffe. Eine mögliche Lösung des Problems liegt praktisch auf der Straße: Ein deutsches Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut Pflastersteine entwickelt, die die Smogbelastung durch Stickoxide deutlich reduzieren.

Dazu werden die Betonsteine mit Titandioxid imprägniert, sie wirken photokatalytisch. Unter Einwirkung von Sonnenlicht reagiert Stickoxid zu unbedenklichem, wasserlöslichen Nitrat.

Rund 400 Quadratmeter Ökopflaster wurden bereits in Fulda an unterschiedlichen Orten verlegt, erste Messungen hat die Stadt unternommen, weitere sollen folgen. Die sauberen Steine dürfen aus baurechtlichen Gründen nur auf Bürgersteigen oder am Straßenrand verlegt werden. Die Firma hat neue Pläne für eine Anwendung der Technologie.

“Wir versuchen, den Stein praktisch in einen Bereich zu bekommen, wo auch verstärkt Autoabgase liegen, das heißt, in der Mitte von der Straße”, sagt Werner Tischer von der Forschungsabteilung der Firma FCN Betonelemente. “Und weil das mit den Pflastersteinen nicht geht, wollen wir direkt in den Asphalt hineingehen. Also, wir wollen Asphalt photokatalytisch herrichten, dass er in der Lage ist, diese Abgase zu binden.”

Die Steine werden auch in Erfurt getestet. Andere Kommunen haben inzwischen Interesse an dem ganz besonderen Pflaster angemeldet.