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Spaniens Sozialisten werden abgestraft

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Spaniens Sozialisten werden abgestraft

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Spaniens Sozialisten (PSOE) haben bei den Regional- und Kommunalwahlen eine schwere Niederlage erlitten. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete das Ergebnis als Bestrafung seiner Regierung für die Wirtschaftslage.

Trotz Verbots hatten auch am Wahltag in Madrid tausende Jugendliche demonstriert. “Ich verstehe es nicht. So viele Leute demonstrieren hier, und dann gehen sie nicht wählen” klagt Mila Balinas aus Madrid, und das obwohl die Wahlbeteilöigung drei prozentpunkte höher lag als vor vier Jahren.

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Regionalwahlen bleibt die oppositionelle Volkspartei stärkste politische Kraft, während die regierenden Sozialisten das schlechteste Resultat der jüngeren spanischen Geschichte verzeichneten. Fast das ganze Land ist jetzt in das Blau der Volkspartei getaucht, auch traditionell linke Regionen wie Andalusien und die Extremadura.

Ministerpräsident Zapatero räumte die Niederlage seiner Partei ein, will aber trotz Gegenwinds aus den eigenen Reihen bis zum Ende der Legislaturperiode Anfang 2012 im Amt bleiben. Vorgezogene Neuwahlen lehnte Zapatero ab. Die hatte Oppositionsführer Mariano Rajoy von der Volkspartei gefordert. Der “ewige Verlierer”, hat jetzt beste Aussichten spätestens Anfang kommenden Jahres in den Moncloapalast einzuziehen.