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Brüssel lobt Sparprogramm Athens - Gewerkschaften kündigen Widerstand an

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Brüssel lobt Sparprogramm Athens - Gewerkschaften kündigen Widerstand an

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Das neue harte Sparprogramm Griechenlands ist auf ein unterschiedliches Echo gestoßen. Während die EU-Kommission die Anstrengungen Athens lobte, äusserten Opposition und Gewerkschaften zum Teil scharfe Kritik. In Brüssel hieß es, das Sparprogramm zeige die Entschlossenheit der Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou, die fest vereinbarten Haushaltsziele zu erreichen.

Dagegen sagte ein Gewerkschaftssprecher soziale Explosionen voraus, sollten weitere Maßnahmen gegen die Bevölkerung ergriffen werden. Es werde öffentlichen Widerstand geben, der nicht zu kontrollieren sei.

Die Regierung hatte zuvor ein umfangreiches Privatisierungsprogramm vorgelegt. Auf dem Verkaufszettel stehen die staatlichen Beteiligungen etwa an der griechischen Postbank, dem Telekom-Konzern OTE oder der Bahngesellschaft. Auch von Anteilen an den Häfen von Piräus und Thessaloniki will sich der Staat trennen.

Das Paket ist Voraussetzung dafür, dass weiter Mittel aus dem internationalen Hilfsprogramm nach Athen fließen. Griechenland hat nur noch bis Mitte Juli Geld und braucht deshalb dringend die nächste Tranche der kombinierten Hilfe von EU und IWF von zwölf Milliarden Euro. Die Experten der EU und des IWF haben bislang kein grünes Licht für die Auszahlung des Geldes gegeben, weil das bisherige Sparprogramm gescheitert ist.