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Ein Gespenst geht um in Europa: die Schuldenkrise

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Ein Gespenst geht um in Europa: die Schuldenkrise

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Die Schuldenkrise könnte sich ausbreiten und die Sparpakete, mit denen die betroffenen Länder darauf reagieren, könnten reihenweise Regierungen aus dem Amt fegen.

In den Urnen – und auf den Plätzen -, machten die Spanier schon an diesem Wochenende klar, dass es ihnen reicht. Der Rating-Agentur Moodys zufolge könnte Portugal noch schneller in den Strudel gerissen werden, sollte Griechenland zahlungsunfähig werden. Und auch in Lissabon haben die regierenden Sozialisten keine Chance, bei den Neuwahlen in zwei Wochen wiedergewählt zu werden.

Für Amadeu Altafaj Tardio, Sprecher der Europäischen Kommission, ist dies der Lauf der Dinge: die betroffenen Länder hätten ihre Verantwortung ernst genommen und sich um Strukturreformen sowie Steuerkonsolidierung gekümmert. “Solche Entscheidungen werden nicht mit Blick auf die nächsten Wahlen, sondern mit Blick auf das Wohlergehen der Wirtschaft gefällt.”

Irland hat seinen krisenbedingten Regierungswechsel schon hinter sich. Auch hier waren immer wieder wütende Bürger gegen die Sparmaßnahmen auf die Straße gegangen. Und dennoch: auch für die grüne Insel kommt das Schlimmste vielleicht noch: Moodys zufolge könnte eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands schnell auch auf Irland übergreifen.