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Europäischer Erfinderpreis ehrt Innovationen im Dienst der Menschheit

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Europäischer Erfinderpreis ehrt Innovationen im Dienst der Menschheit

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In Budapest trafen sich Forscher und Erfinder aus aller Welt zur Verleihung des Europäischen Erfinderpreises. Der vom Europäischen Patentamt und der EU-Kommission organisierte Wettbewerb existiert seit 2006. Fünfzehn Projekte waren im Rennen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Medizinische Forschung, Energie, Umwelt, Bautechnologie und Fahrzeugbau.

Ausgezeichnet in der Kategorie Forschung wurde die Belgierin Christine Van Broeckhoven. Sie überzeugte die Jury mit ihren der Erforschung der Alzheimer Krankheit gewidmeten Arbeiten. Die Molekularbiologin hat ein innovatives Verfahren entwickelt zur Identifikation der Krankheitsgene bei Alzheimer-Patienten.

In der Kategorie außereuropäische Staaten wurde das Projekt von Ashok Gadgil und Vikas Garud prämiert. Die beiden Forscher indischer Herkunft haben ein Gerät entwickelt, das mit Hilfe von UV-Strahlen Wasser entkeimt. Das kostengüntsige und wartungsarme System kann auch in entlegenen Regionen eingesetzt werden.

Anlässlich der Preisübergabe sprach sich der Präsident des Europäischen Patentamts, Benoît Battistelli, für die schnelle Einführung eines einheitlichen europäischen Patents aus. Das Patenschutzverfahren ist derzeit umständlich und teuer. Ein Patent muss in allen Mitgliedstaaten genehmigt werden, in denen der Erfinder es schützen lassen will. Bei einer einheitlichen Prozedur würde künftig ein einziger Antrag beim Europäischen Patentamt reichen.