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Fukuschima: Kernschmelze in drei Reaktoren

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Fukuschima: Kernschmelze in drei Reaktoren

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Das Ausmaß der Reaktorkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I ist größer als bislang bekannt. Neben Block Eins ist es in zwei weiteren Reaktorblöcken zur teilweisen Kernschmelze gekommen. Auch auch in den Reaktoren Zwei und Drei haben sich die Brennstäbe kurz nach dem Beben im März teilweise verflüssigt. Dies gestand die Betreiberfirma Tepco am Dienstag ein. Die geschmolzene Masse befinde sich nun am Boden des Reaktordruckbehälters, erläutert Tepco-Manager Junichi Matsumoto in Tokio. Bisher war nur von einer teilweisen Kernschmelze in Block Eins die Rede. Atomexperten hatten allerdings schon früher vermutet, dass es auch in den anderen Reaktorblöcken eine teilweise Kernschmelze gegeben habe.

Eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde besuchte jetzt erstmals seit der Reaktorhavarie Japan. Man sammle Informationen und wolle Lehren aus Fukushima ziehen, sagte Delegationsleiter Michael Weightman.

Im kommenden Monat will die Atomenergiebehörde in Wien einen Bericht über die Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima vorlegen. Es ist die erste internationale Bewertung der von Japan getroffenen Schutzmaßnahmen nach der Reaktorhavarie.