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Weit über hundert Tote nach schwerem Tornado in den USA

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Weit über hundert Tote nach schwerem Tornado in den USA

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Weit über hundert Menschen sind in dem Wirbelsturm ums Leben gekommen, der über das amerikanische Joplin gefegt ist. In der Stadt im Staat Missouri leben rund fünfzigtausend Menschen; weite Teile gleichen jetzt einem Trümmerfeld. Der Tornado wütete auf einer Strecke von rund zehn Kilometern und auf einer Breite von einem Kilometer.

“Da kamen die ganzen Trümmer mit runter”, sagt ein Mann hier. “Wir sind alle ins Haus, rein in die Dusche, und haben da abgewartet.”

“Der Wohnwagen gehört meinem Freund”, beschreibt eine Frau; “er war da drin, als das passiert ist. Irgendwas hat er in den Rücken gekriegt und ist verletzt. Dann kam er raus, überall Stromkabel, er fiel hin und wurde bewusstlos. Aber er lebt und hat es überstanden.”

Nur knapp zwanzig Minuten hatten die Einwohner von Joplin, um sich nach der Tornadowarnung in Sicherheit zu bringen. Nach offiziellen Angaben waren die Sirenen aber möglicherweise gar nicht zu hören, weil es durch den herannahenden Sturm schon so laut war.

Seit 1947, seit mehr als sechzig Jahren also, sind in den USA nicht mehr so viele Menschen in einem Tornado ums Leben gekommen.