Eilmeldung

Eilmeldung

Bevölkerung flieht vor Kämpfen in Sanaa

Sie lesen gerade:

Bevölkerung flieht vor Kämpfen in Sanaa

Schriftgrösse Aa Aa

Am dritten Tag in Folge haben sich Anhänger und Gegner des jemenitischen Staatspräsidenten Ali Abdullah Salih in der Hauptstadt Sanaa schwere Feuergefechte geliefert. Regierungstruppen versuchten vergeblich die Residenz eines bedeutenden Stamesführers zu stürmen, der sich vom Präsidenten losgesagt hatte. Zahlreiche Bewohner flohen vor den Kämpfen ins Umland.

Scheich Sadik al-Ahmar steht dem Haschid-Stamm vor. Er ist der mächtigste Stamm im Jemen. Ihm gehört auch Staatspräsident Salih an. Scheich al-Ahmars Kämpfer besetzten das Gebäude der staatlichen Nachrichtenagentur Saba und das Tourismusministerium.

Staatspräsident Salih warnte die Golfstaaten, dem Jemen eine Lösung aufzuzwingen: “Wir arbeiten nicht nach den Vorgaben von Ausländern, wir nehmen keine Befehle von Ausländern entgegen und werden uns entschieden jedem entgegenstellen, der die Stabilität des Jemen gefährdet”.

Seit Anfang Februar fordern vor allem junge Demonstranten den Rücktritt des seit 1978 amtierenden Salih. Beim gewalttätigen Vorgehen der Regierung gegen die Opposition wurden rund 170 von ihnen getötet und mehr als 1000 verletzt.