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G8 - die alten Mächte versuchen's noch einmal

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G8 - die alten Mächte versuchen's noch einmal

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Das Format der G8 – der sogenannten ‘mächtigsten’ Staaten der Erde, hatte sich für viele schon fast erledigt. Als Merkel, Sarkozy, Obama, Medwedew und die anderen im vergangen Frühjar in Kanada zusammenkamen, sagten viele, wenn international überhaupt noch etwas entschieden werden kann, dann im Rahmen der G20 – also mit den Schwellenländern, vor allem mit Indien und China.

Doch auch in antiquierten Runde wollen die Staats- und Regierungschefs allerhand erreichen: ermutigende Signale soll es geben, für den politischen Aufbruch in Nordafrika. Doch spektakuläre Zusagen von Finanzhilfen für die Länder im Umbruch wird es wohl nicht geben.

Im Falle Syriens werden die Europäer und Amerikaner wohl versuchen, Russland dazu zu bewegen, einem Text der Vereinten Nationen gegen das Regime Baschar al-Assads zuzustimmen. Ob das gelingen wird, ist völlig offen.

Dem Gipfel vorgeschaltet hatte der französische Präsident Sarkozy einen eigenen Internet-Gipfel – mit dem es ihm vor allem gelungen war, Netzaktivisten gegen sich aufzubringen: In Sarkozys Forderung nach Regulierung sahen sie einen Versuch, das freie Netz einer strikten staatlichen Kontrolle zu unterwerfen.