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IWF - auf ewig europäisch?

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IWF - auf ewig europäisch?

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Ohne Überraschung hatte die französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde am Mittwoch ihre Kandidatur für den Chefposten des Internationalen Währungsfonds in Washington erklärt.

Eine Französin würde damit einem Franzosen folgen, den meisten europäsichen Regierungen scheint das normal – für andere ist das weit weniger selbstverständlich.

Dries Lesage von der Universität Gent erklärt, dass sich die G20-Staats- und Regierungschefs 2009 geeinigt hatten, dass der Nachfolger Dominique Strauss Kahns an der Spitze des Internationalen Währungsfonds nicht mehr wie bisher Europäer mehr sein sollte.

“Dass gerade die Europäer jetzt das Gegenteil vertreten, verstehen die Schwellenländer als Beleidigung. Und auch die US-Regierung ist in einer schwierigen Situation, weil sie sich klar und deutlich dafür ausgesprochen hatten, vor allem die BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China mit einzubinden.”