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Mubarak angeklagt

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Gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak ist offiziell Anklage erhoben worden.

Die Oberstaatsanwaltschaft wirft ihm vor, an der Tötung von mehr als 800 Demonstranten bei den Massenprotesten vor seinem Sturz mitschuldig zu sein. Er muss sich zudem wegen Machtmissbrauchs und Veruntreuung von Staatsgeldern verantworten. Auch seine Söhne wurden unter den selben Punkten angeklagt. Sie sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Der ägyptische Außenminister erklärte: “Mubarak ist im Krankenhaus in Sharm el Sheik. Ich weiß nicht, was in den letzten zwei Tagen passiert ist, aber er wird untersucht. Das Ziel ist es, dass unser Land das Gesetz anwendet.”

Laut seinen Ärzten sei der Gesundheitszustand des 83-Jährigen stabil. Im Falle einer Verurteilung droht Mubarak die Todesstrafe.

Die Demokratie-Bewegung, die ihn am 11. Februar aus dem Amt vertrieben hatte, rief zu einer Demonstration an diesem Freitag auf. Ihr geht die juristische Aufarbeitung der Machenschaften des Regimes zu langsam voran.