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Obama sieht westlichen Führungsanspruch ungefährdet

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Obama sieht westlichen Führungsanspruch ungefährdet

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US-Präsident Barack Obama hat in einer Rede in der Londoner Westminster Hall eine Wiedergeburt der westlichen Werte beschworen. Die Wurzeln des modernen Freiheits- und Rechtsgedankens lägen in Großbritannien, sagte Obama vor den beiden Kammern des britischen Parlaments, und: der Westen müsse diese Werte verteidigen. Das Streben nach Freiheit bezeichnete der US-Präsident als universell.

Der Kreis jener, die bislang in der Westminster Hall sprechen durften, ist elitär – und Obama nutzte dies zu Beginn seiner Ansprache für einen Scherz. “Man hat mir gesagt, die letzten drei Redner hier waren der Papst, Ihre Majestät die Königin und Nelson Mandela”, sagte er. “Damit muss ich eine hohe Messlatte überspringen – oder dies ist der Beginn eines großen Witzes.” Dann erinnerte Obama an die engen Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien, die sich vor allem auf eine Gemeinsamkeit gründeten: “Als zwei der mächtigsten Nationen in der Weltgeschichte müssen wir uns immer in Erinnerung rufen, dass die wahre Quelle unseres Einflusses nicht wirtschaftliche Größe war, auch nicht die Reichweite des Militärs oder das Land, das wir erobert haben. Es waren die gemeinsamen Werte und wir dürfen niemals zögern, diese überall in der Welt zu verteidigen.”

Der Westen stehe an einem kritischen Punkt, sagte Obama. Dennoch wies er Prognosen, wonach wirtschaftlich starke Schwellenländer wie China oder Indien künftig die Weltführung übernehmen könnten, zurück. Die Zeit der westlichen Führungsstärke, sagte er, liege in der Gegenwart.