Eilmeldung

Eilmeldung

OECD: Weltkonjunktur gewinnt trotz Risiken weiter an Fahrt

Sie lesen gerade:

OECD: Weltkonjunktur gewinnt trotz Risiken weiter an Fahrt

Schriftgrösse Aa Aa

Die weltweite konjunkturelle Erholung hat an Fahrt gewonnen, allerdings bleiben Risiken bestehen. Zu diesem Schluß kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrer jüngsten Prognose. Deutschland kann demnach im laufenden Jahr mit einem kräftigen Wachstum von 3,4 Prozent rechnen.

Auf die Weltwirtschaft bezogen sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria, der Aufschwung sei da, aber nicht so stark wie erhofft. Risiken seien vor allem hohe Arbeitslosigkeit und Defizite. Noch immer seien die Folgen der Krise gerade für die schwächsten Staaten spürbar.

2011 erwartet die OECD ein globales Wachstum von 4,2 Prozent, das im nächsten Jahr 4,6 Prozent erreicht. Getragen wird dieser Aufschwung vor allem von den USA, die 2012 auf mehr als drei Prozent davon ziehen. In der Eurozone bleibt es bei mageren zwei Prozent.

Allerdings gibt es hier große Unterschiede etwa zwischen den Schuldenstaaten und Deutschland.

Der Aufschwung im exportorientierten Deutschland geht zu einem immer größeren Teil von der Inlandsnachfrage aus, namentlich von den Unternehmensinvestitionen und dem privaten Verbrauch.

Die Beschäftigung steigt weiter an und dürfte in Verbindung mit Lohn- und Gehaltserhöhungen das Wachstum des privaten Verbrauchs in den beiden nächsten Jahren unterstützen”.

Auch die Bemühungen der Bundesregierung um eine Konsolidierung des Staatshaushalts werden von den OECD-Ökonomen lobend erwähnt. Obwohl das deutsche Haushaltsdefizit 2010 mit 3,3 Prozent über der erlaubten EU-Obergrenze von 3,0 Prozent lag, habe es “das mit Abstand niedrigste Niveau unter den G7-Ländern” gehabt. Für 2011 rechnet die Organisation nun mit einem Defizit von 2,1 Prozent, für 2012 nur noch mit 1,2 Prozent.